Buch des Monats01/08 |
![]() |
Ulrike Purschkes: Hendrikje, vorübergehend erschossen
dtv, 217 S., 7,95 €
Kennen Sie nicht auch solche Menschen, die sich selber im Weg stehen, weil sie sich immer an allem die Schuld geben? Die sich immer ganz mies fühlen, weil sie gar nicht merken, dass die anderen sie ausbeuten?
Hendrikje führt ein außergewöhnliches Leben; wohnt bei ihrer Großmutter, für die sie immer da ist, jobbt in einem Café um sich ihren Beruf als Malerin zu ermöglichen und wann immer sie Zeit hat geht sie in ihr Atelier und malt. Bis ihre große Pechsträhne beginnt.
In Ulrike Purschkes erstem Roman "Hendrikje – vorübergehend erschossen" möchte die Protagonistin, die wirklich vom Pech verfolgt ist, sterben. Ihre besten Freunde wollen ihr dabei helfen. Allerdings stirbt nicht sie, sondern aus Versehen eineinhalb Freunde.
Sie muss ins Gefängnis und in psychologische Betreuung. In den Sitzungen mit Frau Doktor Palmenberg schildert Hendrikje, wie das alles so kommen musste.
Purschke schreibt Drehbücher und diese Drehbucherfahrung tut ihrem ersten Roman gut. Schon nach den ersten Seiten zieht uns ein leichter Sog durch dieses schöne Porträt einer gänzlich glücklosen Hamburger Malerin. Ein überaus humorvoller, witzig und schnell geschriebener Roman, der das neue Jahr mit Schwung beginnen lässt. Der Schelmenroman einer modernen Pechmarie, die am Ende doch noch ihr Glück findet.

