Buch des Monats12/06 |
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Steve Carroll: Die Kunst des Lokomotivführens
Liebeskind Verlag, 269 S., 19,80 €
Ein lauer Sommerabend, Anfang der 50er Jahre in der Vorstadt von Melbourne. Vic, Rita und ihr Sohn Michael sind auf dem Weg zu Haus von George Bedser, der heute Abend mit allen Bewohnern der Straße die Verlobung seiner Tochter feiern wird. Auf dem Weg dorthin, blickt der Autor ganz beiläufig über die Schulter seiner Protagonisten in das Leben der kleinbürgerlichen Nachbarschaft, erzählt von geplatzten Träumen, Sehnsüchten und dem alltäglichen Kampf ums Leben an und für sich. Immer wieder schlüpft er in die Köpfe seiner Protagonisten, skizziert ihre Gedanken, lässt auf Vergangenes zurückblicken und schaut auch ab und an mal in die Zukunft. Die Kunst des Lokomotivführens ist ein zarter, leiser Roman, der ganz allmählich in Fahrt kommt. Ein kleiner großartiger Roman.

